Autoantriebe der Zukunft – was kann die Politik tun?

Autoantriebe der Zukunft – was kann die Politik tun?

Lesen Sie hier das Referat zum Thema «Autoantriebe der Zukunft» welches Walter Wobmann am 13. November zum Anlass «Auto und Wirtschaft» in der Umwelt Arena in Spreitenbach vor 500 Fachleuten gehalten hat.

Klima Hype
Der Klimawandel ist zurzeit das grosse Thema, ja es ist sogar eine eigentliche Hysterie ausgebrochen. Klimaveränderungen hat es schon immer gegeben und es wird sie auch immer geben und das ist auch unbestritten. Die Frage dabei ist nur: Hat der Mensch einen Einfluss bei der jetzigen Erderwärmung? Ich meine ganz klar nein, was vermutlich bei Ihnen schon bekannt sein dürfte.

Warum heisst das eisbedeckte Grönland nicht Eisland? Weil es bei der Entdeckung vor ca. 1000 Jahren dort grün war und kaum Eis hatte. Der Kanton Wallis hatte zu dieser Zeit auch keine Gletscher, diese entstanden dann während der kleinen Eiszeit, ab dem 16. Jahrhundert wieder. Laut einem aktuellen ZDF Bericht sind die Gletscher im ganzen Alpengebiet in den letzten 10‘000 Jahren wegen der Klimaerwärmung acht Mal geschmolzen und dann in den kälteren Zeiten wieder entstanden und gewachsen.

Woraus besteht eigentlich die Luft? Das wäre für Sie, geschätzte Damen und Herren, für heute eine gute Wettbewerbsfrage gewesen!!! Fragen Sie einmal grüne Politiker danach. Ich machte das während dem vergangenen Wahlkampf mehrfach, und keiner wusste es.

Die Luft, welche wir zum Atmen brauchen, besteht aus folgenden Anteilen: 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff, ca. 1% Edelgasen und 0,038% Kohlendioxyd CO2, also rund 1/3 Promille! Davon produziert die Natur selbst ca. 96% und der Mensch ca. 4%, also 0,00152% der Luft. Und dies soll für den Klimawandel verantwortlich sein? Unbestritten ist aber, dass der CO2 Ausstoss in den letzten 120 Jahren zugenommen hat, also seit der Industrialisierung. Aber vorher gab es auch keine Messungen.

Es gibt zwei Hauptgründe dafür:

  1. Das Bevölkerungswachstum. Seit 1900, also vor 120 Jahren ist die Weltbevölkerung von 1,6 Mia. auf heute 7.7 Mia. angestiegen, und in der Schweiz von 3,3 Mio. auf 8,5 Mio. Diese massive Bevölkerungszunahme findet heute vor allem in Afrika und Asien statt.
  2. Der Wohlstand. Durch die wirtschaftliche Entwicklung ist der Wohlstand in den Industriestaaten stark gestiegen. Somit braucht es mehr Ressourcen, und die Umwelt wird auch insgesamt entsprechend mehr belastet, nicht nur mit CO2.

Ja, wir müssen zur Umwelt Sorge tragen, das ist auch meine Grundhaltung und sollte eigentlich für alle selbstverständlich sein. Nur: Wirklicher, nötiger Umweltschutz hat mit der jetzigen Klimahysterie überhaupt nichts zu tun.

Verschiedene Autoantriebsarten
Über einhundert Jahre lang gab es beim Fahrzeugantrieb nur den Verbrennungsmotor, also Benzin- und Dieseltreibstoff wurde und wird als Energie verwendet. Die technische Weiterentwicklung läuft auch hier jetzt auf Hochtouren. Immer bessere Verbrennungs- und Zündsysteme oder die Kombination mit Hybridantrieb seien hier nur als Beispiele erwähnt. Aber auch neue Treibstoffe auf synthetischer Basis sind zurzeit im Endstadium der Entwicklung. Dieser Treibstoff wird aus Luft/CO2, Wasser und Strom produziert, ist also CO2 neutral. Gerade die ETH Zürich forscht massiv in diesem Bereich. In Deutschland gibt es schon eine Produktionsstätte für diesen Treibstoff.

Dann gibt es den Elektroantrieb, mit dem grossen Nachteil der kurzen Reichweite und den Problemen der Stromversorgung. Hier besteht auch die Gefahr, dass eines Tages, vor allem wenn die Kernkraftwerke abgeschaltet werden, viel zu wenig Strom verfügbar sein wird.

Ein weiterer neuer Antrieb wird der Wasserstoff/Brennstoffzellenantrieb sein, welcher vor allem in Japan schon weit fortgeschritten ist sein. Bei uns fehlt heute noch die nötige Fahrzeugpalette und die Wasserstoff-Infrastruktur. Vor allem im Nutzfahrzeugbereich sehe ich in nächster Zeit grosse Chancen, denn der Elektroantrieb eignet sich kaum bei den schweren Nutzfahrzeugen.

Dann wird es auch ganz neue Materialien geben, wie z. B. Thorium, ähnlich Uran, aber ungefährlich und mit einer unwahrscheinlichen Energiekapazität. Auch hier läuft die Forschung und Entwicklung auf Hochtouren. Leider hört man in den Medien kaum etwas. Ja, die „Greta“ ist für die Medien wahrscheinlich interessanter und wichtiger!
Sie sehen, es wird in Zukunft verschiedene Antriebsarten geben. Die Entwicklung läuft auf Hochtouren, und das ist richtig und gut so.

Was kann oder muss die Politik machen?
Klimademonstrationen, das Greta -Theater, die grünen Wahlerfolge; ja viele schreien nun nach staatlichen Eingriffen und Massnahmen, um das Klima zu verändern. Verbote, Abgaben, Reglementierungen und Vorschriften wie die Bevölkerung zu leben hat, werden nun von rot/grüner Seite bis ins Uferlose gefordert. Ich erlebe das in der Umwelt-Raumplanung- und Energiekommission (UREK) hautnah. Fast scheint es, es sei ein Wettbewerb ausgeschrieben, wer die verrücktesten Ideen hat. Da ist u.a. auch ein Verbot von Verbrennungsmotoren und Fahrverbote in Städten dabei! Solche einschneidenden Massnahmen, nur in der kleinen Schweiz (0,008%, oder 0,08 Promille der Erdoberfläche) eingeführt, werden zur Verarmung unserer Bevölkerung führen und der Umwelt gar nichts nützen, nein sogar der Umwelt noch schaden. Denn je mehr Verbote, Abgaben, und Vorschriften eingeführt werden, umso teurer wird das Leben und die Produktion in der Schweiz, noch teurer als wir es jetzt schon haben, und die Firmen werden noch mehr Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, z. B. nach Asien.
Wie dort produziert wird, interessiert dann niemanden, und die Ware muss dann über einen langen Weg in die Schweiz transportiert werden. Wie ist es dann mit dem CO2 Ausstoss, ist das dann umweltfreundlich?

Die Konsequenzen der Verteufelung des Autos (Moto und LKW) sind heute schon auch wirtschaftlich spürbar. In Deutschland wurden in kurzer Zeit schon 50‘000 Arbeitsplätze abgebaut und man rechnet mit weiteren 200’000-300‘000 in nächster Zeit und zusätzlich mehreren Zehntausend Arbeitsplätzen bei den Zulieferfirmen. In der Schweiz gibt es 570 Zulieferfirmen der Autoindustrie. Im Kanton Solothurn hat jetzt schon eine solche Firma wegen Auftragsmangel Kurzarbeit eingeführt. Übrigens sind in der Schweiz rund 200‘000 Personen im ganzen Bereich des Fahrzeuggewerbes und des Verkehrs tätig und erwirtschaften ein Wirtschaftsvolumen von gegen 100 Milliarden Franken jährlich. Also, bei einer entsprechenden Wirtschaftskrise wird logischerweise der Wohlstand sinken und der Umweltschutz sehr schnell an Bedeutung verlieren.

Was kann oder muss der Staat tun? Am besten sich möglichst wenig einmischen! Der Staat muss für gute Rahmenbedingungen und für eine verträgliche Steuerbelastung sorgen. Nur dann kann die Forschung und die Wirtschaft entsprechend auch bei der Antriebstechnik der Fahrzeuge umweltfreundliche, zukunftsorientierte Fortschritte machen. Dazu braucht es auch ein gutes Bildungssystem, die entsprechende Energieversorgung und eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur.

Was wir aber nicht brauchen ist, dass der Staat uns vorschreibt, welches Auto wir fahren dürfen oder kurz gesagt: Wir brauchen keine staatliche Bevormundung.
Das beste Antriebssystem wird sich langfristig durchsetzen.

Referat von Walter Wobmann, Nationalrat

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