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1. August-Ansprache in Lingières

1. August-Ansprache in Lingières

Ansprache von Nationalrat Walter Wobmann, Gretzenbach (SO), gehalten am Nationalfeiertag, 1. August 2008, in Lingières.

Als ich in jungen Jahren hier in Ligniéres selber Motorradrennen gefahren bin, hätte ich nie im Traum daran gedacht, dass ich heute hier vor Ihnen als Präsident der Schweizerischen Motorradföderation (FMS) und auch als Nationalrat anlässlich der 1. Augustfeier sprechen würde. Sie sehen also, auch als Motorradsportler kann man es weit bringen… Ist doch eine Motivation für die hier anwesenden jungen Rennfahrer!

Mich freut es natürlich sehr, dass nach einem langen Unterbruch hier an diesem doch schon fast historischen Ort wieder eine Motorradsportveranstaltung stattfindet. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der FMS, beim Besitzer des Geländes (dem TCS) ganz herzlich bedanken, ebenso bei der Gemeinde Lignières, beim Kanton Neuenburg und bei den umliegenden Landbesitzern für ihren Goodwill. In meinen Dank eingeschlossen sind natürlich auch der Veranstalter und seine Helfer. Sie alle ermöglichen die Durchführung des Supermoto-Schweizermeisterschaftslaufes.

Motorradsport, Motorradfahren ganz allgemein und der Geburtstag unseres Landes, haben eine zentrale Gemeinsamkeit, nämlich die Freiheit! Und Freiheit ist ja für den Menschen nebst der Gesundheit das wichtigste Gut. Darum bedeutet mir der heutige Anlass auch doppelt viel. Aber eben - diese Freiheit ist bekanntlich in beiden Bereichen, sowohl im Motorradsport, wie auch beim Staat, zunehmend in Gefahr. 

Das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger wird zunehmend durch den Staat reglementiert – teilweise überreglementiert und eingeschränkt. Die Belastung durch Steuern und Abgaben nimmt laufend zu. Diese haben sich seit 1990 fast verdoppelt! Ebenso kommen unsere Volksrechte, zum Teil wegen internationalen Abkommen, zunehmend unter Druck. Und das Verrückte daran: Diese Entwicklung passiert schleichend, so dass es die meisten Leute nicht sofort merken.

Ähnlich sind die Einschränkung der Freiheiten im Motorradbereich. Die Bewilligungsauflagen für Motorsportanlässe werden zum Teil massiv erhöht (Beispiel: Faktisches Motocross-Verbot im Kanton Solothurn). Das unsägliche Rundstreckenrennverbot existiert immer noch, obwohl der Rennsport gegenüber früher viel sicherer geworden ist. Uns fehlen auch genügend Trainingspisten in allen Motorradsportdisziplinen. Hier könnte ich mir vorstellen, dass auf nicht mehr benützten Armeegeländen Trainingsmöglichkeiten geschaffen werden könnten. Zukünftige Spitzensportler brauchen solche dringend! In Anwesenheit von Bundesrat Samuel Schmid erwähne ich auch gerne, dass Motorsportveranstaltungen äusserst friedliche Anlässe sind. Obwohl jeweils Tausende von Zuschauern anwesend sind, braucht es keine Heerscharen von Polizisten und Militärs, wie es bei anderen Sportarten leider immer häufiger der Fall ist.

Die FMS wird sich voll und ganz für Lösungen all der vielen Probleme im Umfeld es Motorradsports einsetzen und entsprechend auch kämpfen. Seit der Neuorganisation vor gut einem Jahr ist die FMS auf gutem Weg zu einem starken Verband und ist auch entsprechend gerüstet.

Moto:

"Freiheit gibt es nicht gratis. Sie muss immer wieder neu erkämpft werden."

Mit diesen Gedanken wünsche ich Ihnen eine schöne 1. Augustfeier und am Samstag und am Sonntag hier in Lignières spannende und vor allem unfallfreie Rennen!