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Petition des Verbotes zum Rundstreckenrennen

Petition des Verbotes zum Rundstreckenrennen

An Bundesrat und Parlament

Sehr geehrte Damen und Herren

In der Beilage überreichen wir Ihnen 71'400 Unterschriften zur Aufhebung des Rundstreckenrennverbotes. Darin wird der Bundesrat und das Parlament gebeten, das Verbot von öffentlichen Rundstreckenrennen mit Motorfahrzeugen in Art. 52 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) aufzuheben.Bild vergrössernBild vergrössern

Alljährlich legen Schweizer Motorsportler für Trainings- und Rennzwecke Tausende Kilometer zurück, weil die Schweiz keine eigene Rundstrecke besitzt. Aber auch Kurse zur Förderung der Fahrzeugbeherrschung oder Testfahrten mit speziellen Auto- bzw. Motorradmodellen, welche sich nur auf einer vollwertigen Rennstrecke durchführen lassen, müssen im umliegenden Ausland durchgeführt werden. Dies ist sowohl volkswirtschaftlich als auch ökologisch ein Unsinn. Aber solange das längst obsolete Verbot von Rundstreckenrennen noch im Schweizer Strassenverkehrsgesetz verankert ist, wird sich an dieser Situation nichts ändern.

Diese Diskriminierung der Motorsportler ist längst nicht mehr haltbar, denn seit dem Erlass dieses Verbots im Jahre 1955 haben sich die Voraussetzungen gründlich verändert. Dank ausgesprochen strengen Sicherheitsvorschriften der internationalen Sportbehörden FIA und FIM sind Zuschauer auf modernen Rundstrecken keinen Gefahren mehr ausgesetzt, und auch der Schutz der Piloten wird heute extrem gross geschrieben. Befindet sich die Strecke an einem geeigneten Ort, bleiben die Lärmemissionen ebenfalls in einem vertretbaren Rahmen, denn Schalldämpfer sind im Motorsport längst kein Fremdwort mehr.

Derartige Strecken könnten jedoch in der Schweiz bei weitem nicht nur für Rennen und Trainings genutzt werden. Vielmehr eignen sie sich auch für Kurse zur Hebung der Verkehrssicherheit, spielen sich doch gewisse Situationen des täglichen Motorfahrzeugverkehrs bei Geschwindigkeiten ab, die nur auf einer entsprechend ausgestatteten Piste gefahrlos erreicht werden können. In unserem Land befinden sich zudem zahlreiche Autozulieferbetriebe, die für ihre Erprobungen ebenfalls oft auf Anlagen im Ausland ausweichen müssen, und schliesslich besitzt die Schweiz auf dem Gebiet der Alternativantriebe eine ausgesprochen aktive Industrie, deren Produkte längst höhere Geschwindigkeiten erreichen und die ebenfalls auf geeignete Testgelände angewiesen sind.

Das bestehende Verbot kommt auch einer Diskriminierung einer ganzen Sportart gleich und ist weltweit einmalig. Die Schweiz hat immer wieder hervorragende Spitzensportler im Motorsport, so z.B. aktuell in der Person von Tom Lüthi.

Aus dieser Aufzählung wird ersichtlich, dass eine Rundstrecke in der Schweiz ohne weiteres rentabel betrieben werden und einer Region überdies einen erheblichen wirtschaftlichen Nutzen bringen könnte. Von Formel-1-GPs und vergleichbaren Rennen ist hier keineswegs die Rede, denn für solche internationalen Grossanlässe sind die Voraussetzungen in unserem dicht besiedelten Land kaum gegeben und sie würden auch jeden finanziellen Rahmen sprengen. Auch ohne prestigeträchtige Aufhänger bekunden Investoren schon lange Interesse, sich am Bau einer oder mehrerer Pisten zu beteiligen. Doch ohne die Aufhebung des Rundstreckenverbots macht der Betrieb derartiger Anlagen wenig Sinn. Wir bitten Sie daher, dieses völlig unnötige Verbot endlich aufzuheben.

Mit freundlichen Grüssen

Fédération Motocycliste Suisse (FMS) 
Zürcherstrasse 305, 8500 Frauenfeld 

Zentralpräsident Walter Wobmann

Auto Sport Schweiz (ASS)
Könizstrasse 161, 3097 Liebefeld

Präsident Paul Gutjahr

 

Beilage: Unterschriftenbögen mit 71'400 Unterschriften